Physiotherapie München-Bogenhausen, Gerhard Mangold

Osteopathie

"Alles wahrhaft Große vollzieht sich durch
langsames unmerkliches Wachsen".
(Seneca)

Osteopathie – Leben ist Bewegung

Auf dieser Seite beantworten wir für Sie einige der häufigsten Fragen rund um das Thema Osteopathie. Falls Sie noch mehr erfahren wollen über diese Therapieform, rufen Sie uns an unter (089) 455 797 77 oder schreiben Sie uns eine e-Mail.

Was ist Osteopathie?

Osteo ist der griechische Begriff für Knochen. Die wörtliche Übersetzung von Osteopathie als „Krankheit durch die Knochen“ ist aber eher irreführend. Osteo umfasst hier als Überbegriff nicht nur das Muskel- und Skelettsystem, sondern auch  das Gefäß- und Nervensystem sowie das Bindegewebe.

Der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) gilt als der Begründer der Osteopathie und schuf mit seinem Verständnis von Medizin eine neue Form der Heilkunde: Anders als die klassische Schulmedizin konzentrierte er sich nicht auf die Behandlung von Krankheiten und ihrer Symptome, sondern auf die ganzheitliche Stärkung der Gesundheit des Menschen.  

Still kam zu der Erkenntnis, dass der menschliche Körper eine Einheit bildet. Alle Organe und Körperteile sind miteinander verbunden und beeinflussen sich wechselseitig. In ständiger Bewegung stimmt der Körper alle lebensnotwendigen Funktionen aufeinander ab. Nur wenn alle Systeme harmonisch miteinander im Gleichgewicht sind, ist dieser Organismus gesund. Darüber hinaus stellte er fest, dass jeder Organismus grundsätzlich die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu heilen, d.h. sein Gleichgewicht wiederherzustellen.

Wie arbeitet ein Osteopath?

Bewegung und Beweglichkeit auf allen körperlichen Ebenen sind wesentliche Voraussetzungen zur Gesunderhaltung des Organismus.

Krankheits- oder unfallbedingt kann es zu strukturellen Beeinträchtigungen der Muskeln, Gelenke, Bänder oder des Bindegewebes kommen, die zu einer verminderten Funktionsfähigkeit der inneren Organe führen. Der natürliche Fluss zwischen den Systemen wird behindert, das Gewebe weniger durchblutet und der Stoffwechsel lokal gestört. Die Eigenbeweglichkeit des Organismus nimmt dadurch ab. Der Körper gerät aus dem Gleichgewicht und verursacht dadurch Beschwerden. Allerdings treten die Schmerzen nicht unbedingt dort auf, wo sie ausgelöst wurden.

Die Arbeit des Osteopathen besteht nun darin, die zugrundeliegenden Ursachen dieser Ungleichgewichte aufzuspüren. Mit sanften und schonenden Therapiemethoden löst der Osteopath danach die Blockaden auf und regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an. In der klassischen Osteopathie, wie sie heute in Europa praktiziert wird, behandelt der Therapeut dabei ausschließlich mit seinen Händen. Dafür benötigt er neben einem besonders geschulten Spür- und Tastsinn auch grundlegende medizinische Kenntnisse in Physiologie und Anatomie.

Bei welchen Beschwerden hilft Osteopathie?

Osteopathie kann die Gesundheit in vielen Bereichen positiv unterstützen, z.B. in der Orthopädie, Internistik, Kiefer- und Zahnheilkunde, Kardiologie, Neurologie, Gynäkologie oder Urologie. Sie wird auch erfolgreich in der Pädiatrie, also bei Kindern und Säuglingen, angewandt.

Die Osteopathie besteht aus drei Säulen:

Nach der Philosophie der Osteopathie ergeben die drei Säulen aber nur zusammen eine vollständige Therapie. Der Osteopath behandelt nicht einzelne Krankheiten oder Symptome, sondern richtet sein Augenmerk grundsätzlich immer auf den gesamten Organismus des Patienten.

Die Osteopathie ist sich aber auch ihrer Grenzen bewusst. Sie kann keine Infektionskrankheiten oder Frakturen heilen, ebenso wenig wie systemische Erkrankungen (z.B. Krebs, AIDS, Parkinson, Multiple Sklerose) oder genetisch verursachte Krankheiten. Der Osteopath arbeitet eng mit Ärzten aller Fachrichtungen zusammen und kann die schulmedizinische Behandlung in vielen Fällen sinnvoll unterstützen, um Schmerzen zu lindern und das Wohlbefinden der Patienten positiv zu beeinflussen.

Heilen kann aber letztlich weder ein Arzt noch ein Osteopath oder ein Medikament. Der Körper kann sich aber selbst heilen, wenn es ihm ermöglicht wird, seine eigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren.

Wie viele Behandlungen sind in der Regel nötig?

Da jeder Mensch seine individuelle Krankengeschichte hat und auch unterschiedlich auf die Therapie reagiert, kann man hier keine allgemein gültigen Aussagen treffen. Durch eine  osteopathische Behandlung werden die Selbstheilungskräfte im Organismus aktiviert. Danach braucht der Körper natürlich eine gewisse Zeit, um sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen und gesund zu werden.

Je nach Befinden des Patienten und der zugrundeliegenden Ursachen der Beschwerden können daher mehrere Behandlungen über einen gewissen Zeitraum nötig sein. Nach zwei bis drei Sitzungen im Abstand von etwa zwei Wochen sollten die meisten Patienten aber bereits eine deutliche Verbesserung ihres Zustands spüren.

Worin liegt der Unterschied zur klassischen Physiotherapie, Massage oder Chiropraktik?

Osteopathie konzentriert sich nicht nur auf die Behandlung von Muskeln und Gelenken, sondern bezieht jede Art von Gewebe mit ein, das zu jeder Zeit mit allen anderen Körperregionen in Wechselwirkung steht. So umfasst das Arbeitsfeld des Osteopathen neben dem Muskel- und Skelettsystem genauso die Gefäße, Nerven und das Bindegewebe.

Darüber hinaus kann die Osteopathie grundsätzlich bei fast allen Funktionsstörungen im Organismus angewandt werden, egal ob es sich dabei um akute oder chronische Beschwerden handelt.

Welche Ausbildung hat ein Osteopath?

Die Ausbildung zum Osteopathen und die Berufsbezeichnung sind in Deutschland noch nicht gesetzlich geregelt. Zum Schutz der Patienten und zur Qualitätssicherung führt der Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD) daher eine Liste mit Therapeuten, die nach strengen Kriterien ausgebildet sind. So haben die Patienten die Gewissheit, von hochqualifizierten Osteopathen nach höchstem Standard behandelt zu werden.

Bei Gerhard Mangold sind Sie in den besten Händen. Er verfügt über eine 6-jährige Ausbildung am Europäischen Colleg für Osteopathie in München (C.O.E.) und ist Mitglied im Verband der Osteopathen Deutschlands (VOD).